Die Natur des Geistes

Was für ein spannendes Thema: unser Geist. Was bedeutet dieses Wort überhaupt?
Es gibt aus den unterschiedlichen Religionen oder spirituellen Richtungen auch unterschiedliche Definitionen zum Geist. Hier möchte ich Euch meine Definition mitteilen, auf die ich mich in meiner Geschichte beziehe. 

Definition unseres Geistes

Für mich ist der Geist die höhere Ebene eines Menschen, ein höheres Bewusstsein mit dem sich jeder verbinden kann. Hier liegt dieser leere Raum in dem alle Antworten bereits gegeben sind. Der Körper ist der stoffliche Ausdruck von Geist, Seele und Ego (dazu mehr in einem neuen Beitrag). Das bedeutet, dass sich ein Ungleichgewicht im Geist, der Seele oder des Ego im Körper widerspiegelt. Heißt, wenn ich nicht auf meine innere Stimme höre und nicht das tue, was meine Intuition mir sagt, dann wird mein Körper mir in Form von Krankheit Signale geben immer wieder hinzuschauen was ich wirklich wirklich will. Es kann Jahre dauern, bis sich dieses nicht hinhören, im Körper manifestiert.

Eine Geschichte

Es war ein Mal ein Torwart, der so viel Talent hatte und seit geraumer Zeit und einigen Spielen einfach nicht mehr sein Können und Wissen abrufen konnte und unglaublich viele Tore kassierte.  Irgendwann erzählte er mir davon und ich habe ihm vorgeschlagen, dass wir vor dem nächsten Spiel gemeinsam eine Übung machen können, die möglicherweise seine Blockade löst und ihn im wahrsten Sinne des Wortes „wieder ins Spiel bringt.“

Also haben wir uns vor dem nächsten Spiel getroffen. Ich habe ihm zuerst von der himmelsgleichen Natur des Geistes berichtet. In einem meiner buddhistischen Seminare habe ich gelernt, dass der Geist wie der Himmel ist, offen, weit, unendlich und frei von Bewertung. Die Wolken oder Flugzeuge am Himmel sind die Gedanken, die durch unsere Anhaftung, unser danach Greifen und Bewerten, Leid verursachen können. Dahinter ist immer der offene und weite Himmel, egal ob der Himmel komplett bewölkt ist oder nur ein paar Wölkchen dort sind. Das bedeutet, wenn wir diese Wolken / Gedanken einfach vorbei ziehen lassen können, ohne danach zu „greifen“, dann können wir im guten Zustand des Geistes bleiben und können dadurch weiterhin auf unsere Fähigkeiten zugreifen, weil wir uns nicht von Gedanken beeinflussen lassen.

Dieses Wissen um den Geist ist so ein wichtiger Aspekt, weil er zeigt, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Wir sind viel viel mehr und das Bild des Himmels passt einfach so gut. Heißt in der Geschichte, dass die Anhaftung zu glauben: Heute klappt es wieder nicht im Spiel und ich habe, warum auch immer ein Blockade – hinderte den jungen Mann daran wieder voll auf sein Potenzial zugreifen zu können, denn sein Himmel (Geist) war verdunkelt von Gedanken (Wolken), die er bewertet hat. Nach dem ich ihm die Bedeutung seines eigenen Geistes bewusst gemacht habe, haben wir eine Visualisierungs-Übung gemacht:

Visualisierung

Ich bat ihn, dass er sich, sich selbst vorstellt, wie er im Tor steht und voller Kraft und Stärke ist. Dieses Gefühl in sich spürt, dass er heute jeden Ball halten kann.  Ich habe ihn dieses Gefühl noch stärker werden lassen und bat ihn mir genau zu zeigen, wo dieses Gefühl in seinem Körper ist und es beschreiben. Dann sollte er sich vorstellen wie der Ball aufs Tor geschossen wird und er ihn in einer super Parade hält. Dieses Bild haben wir immer wieder abspielen lassen. Immer strahlender werden lassen, immer bunter, immer größer, mit dem Lob seiner Mitspieler und dem Jubeln der Fans. Diesen Eindruck all seiner Sinne haben wir so integriert, dass er dieses Gefühl immer dann wach rufen kann, wenn sich die Gegenspieler mit dem Ball in Richtung seines Tors bewegen. 
Was mich so berührt hat war, dass er an dem Tag, laut seiner eigenen Aussage eines seiner besten Spiele überhaupt gemacht hat. Und danach war der Knoten endlich wieder geplatzt.

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